Obwohl mein Zivildienstplatz nicht der fordernste ist, weiß ich doch jetzt nach etwas mehr als einer Woche eins ganz genau: Archivarbeit in welcher Art auch immer ist nichts für mich. Vor allem nicht bei den momentanen Temperaturen und Luftverhältnissen, die die eh schon nicht ganz so gute Luft in den Gängen noch unerträglicher machen. Kein Wunder, dass man da nach 8 Stunden etwas komisch, müde und kaputt ist. Das ist mitunter einer der Gründe, wieso ich mich in letzter Zeit etwas mit Beiträgen hier zurückhalte. Kaum bin ich zu Hause angekommen, ist noch Zeit für einen kleinen Imbiss, dann steht irgendwas anderes an und ehe man sich versieht ist schon das Abendessen vorbei und die Müdigkeit überwältigend. Meine effektive Zeit im Netz und vor dem Rechner beträgt im Mittel die letzten Tage weit unter einer halben Stunde, dass da dann für das Blog nicht mehr so viel Zeit bleibt, dürfte klar sein…
Heute ist da allerdings mal eine Ausnahme, da dass „Tagesprogramm“ mehr oder weniger flachgefallen ist und ich so mal wieder ein bisschen Zeit für mich habe. Allerdings hält sich der Anteil dessen, was es zu erzählen gibt, stark in Grenzen, da ein Archivarbeiterleben einfach alles andere als spannend ist. Eher eintönig und monoton, aber darüber habe ich mich ja schon beim letzten Mal beschwert und ich bin immer noch selbst dran Schuld…
Ansonsten, und um auf das Bild einzugehen, habe ich das letzte Wochenende äußerst genossen, da ich dem Archivmief entfliehen konnte und die Möglichkeit hatte, mich unters Volk zu mischen. Was bleibt einem auch anderes übrig, wenn man zusammen mit 12.000 Leuten vor einer Bühne steht und Musik hört? Die Rede ist vom Reggae Jam, der dieses Wochenende stattfand und zu dem ich direkt nach Feierabend am Freitag aufgebrochen bin. Leider habe ich meine Kamera vergessen, weswegen bildlich keinerlei Andenken existiert, aber ihr dürft mir glauben, dass es unglaublich Spaß gemacht hat, nicht nur dank der guten Musik und der entspannten Stimmung sondern auch wegen den netten (und teilweise einfach nur schrägen) Leuten. Das einzige, was das geniale Wochenende getrübt hat, ist das immer weiter anwachsende Schlafdefizit, aber das wird sicher auch noch irgendwann abgearbeitet…
Wie du es schaffst auch meinen Tagesablauf so perfekt zu beschreiben versetzt mich in Erstaunen…
it’s magic