Wie ja bereits vor Kurzem schon angedeutet, gibt es heute wieder eine kleine Filmrezension. Da der Titel des Films ja in großen Buchstaben über diesem Beitrag prangt, fange ich einfach direkt an:
Agenten kennt jeder, bei Superagenten wird es dann schon etwas enger, eigentlich fällt einem da nur 007 ein. Und genau so einer will Maxwell Smart werden. Außendienstagent würde schon reichen, es muss nicht unbedingt Superagent sein, Hauptsache weg vom Schreibtisch und den elendigen Analysen. Um das ganze kurz zu fassen bekommt er seine Chance (wer hätte das gedacht?) und versteht es, sie bestens zu nutzen: Er rettet die Welt vor Atombomenangriffen der gefährlichen Terrororganisation KAOS. Wobei das so an sich nicht stimmt. Immerhin verteilte KAOS laut selbstgetätigter Aussage Atomwaffen an mehrere Diktaturen, behielt aber die Aktivierungscodes unter Verschluss. Da letztendlich jedoch nur ein Koffer mit Codes vernichtet wurde und mir niemand erzählen kann, dass sich darin sämtliche Codes für alle Atomwaffen befanden, müsste an sich die Welt immer noch in größter Gefahr schweben.
Aber nicht nur das kam mir irgendwie komisch vor. Beim Versuch, gleichzeitig actiongeladen und lustig zu sein, hat der Film einige Male gegen die Logik verstoßen. Als Beispiel hier nur mal der nette Gag nach einem Fallschirmabsprung, wo alle Protagonisten muntere Minütchen durch den Himmel rauf, runter, rechts und links fliegen können ohne ihren Fallschirm öffnen zu müssen. Wenn die Macher doch eh schon Antigravitationsapparate haben, wieso statten sie ihre Agenten dann noch mit Fallschirmen aus?
Trotzdem kann man dem Film eine gewisse Komik nicht absprechen und diese Aussage ist jetzt keineswegs subjektiv, da der ganze Saal in das stellenweise doch recht laute Gelächter involviert war. Mir persönlich hat er zwar nicht so gut gefallen, aber gute 3,5 von 5 Punkten bekommt er dann doch. Minuspunkte gibt es hauptsächlich für die teilweise haarsträubende und unlogische Storyline und die viel zu leicht vorhersehbare Entwicklung, Pluspunkte für die netten Effekte und die Gags. Abgesehen davon wirft der Film ein kritisches Licht auf die Handlungsweise der amerikanischen Politik und der (na ja, nicht ganz) Polizei. Oh, und nicht zu vergessen sind die vielen aus anderen Zusammenhängen „bekannten“ Schauspieler, die mitgewirkt haben, von denen spontan mal The Rock, Dalip Singh und Masi Oka genannt seien. Und wo wir schon bei Oka sind: Ein Hoch auf die (Informations-)Techniker unter uns
Wer einfach nur unterhalten werden möchte, kann getrost zu diesem Filmwerk greifen, wer allerdings wert auf eine gute Storyline, ihre logische und stringente Entwicklung legt, sollte sich vielleicht zweimal überlegen, ob er mit diesem Film richtig bedient ist.

Man sehe sich dieses Video mal an (ab ca. 1:40; der wohl schlechteste „Vorspann“ eines Bond-Films bisher). Somit ist den Get Smart-Menschen wohl auch noch fehlende Kreativität vorzuwerfen…
Na, falls die Batterien der Antigravitationsapparate mal leer sind, würde es zu lange dauern, ein lebensrettendes Zirkuszelt aufzubauen!
An das Intro konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, allerdings ähneln die beiden Szenen doch stark.
Die Begründung mit dem Zirkuszelt hat zwar was, aber in Get Smart lernt man nicht umsonst, dass es ein Schwein auch tut
Und was noch mal die Sache mit den Fallschirmsprüngen angeht, ist Wikipedia eine nette „Hilfe“, wenn man sich hiervon insbesondere mal die letzten beiden Punkte durchliest.
Logik in Filmen zu erwarten scheint mir in der heutigen Zeit fast schon ein Verbrechen zu sein. Nicht einen Film kenne ich, der z.B. die Benutzung von Computern auch nur einigermaßen realitätsnah darstellen würde. Das mit den Fallschirmen ist da nur ein weiterer Punkt.
Das Medium Film hat eben die Möglichkeit diese im besten Falle mangelhaft logischen Momente für bare Münze zu nehmen – schließlich geht es doch immer um die Illusion, oder nicht
?
Get Smart ist die neuste Action Komödie des Sommer mit einer Starbesetzeung wie Anne Hathayway und Dwayne Johnson. Lest euch hier die Story durch.