Archiv für Mai 2008

Freude, Feier, Glückwünsche

GeburtstagstorteHeute ist ein großer Tag, es dürfen die Sektkorken knallen gelassen werden, der Champagner darf in Strömen fließen denn: Dieses Stückchen Internet hier feiert Geburtstag, den ersten um genau zu sein. Heute auf den Tag vor einem Jahr migrierte das kleine Blog nach kläglichen ersten Gehversuche zu WordPress, da es ihm bei blog.de nicht wirklich gefiel und es sich seine Zukunft nicht unbedingt rosig ausmalte, sollte es in der Kleinstadt bleiben. Was anfing als ein kleiner Spaß, dessen wahre Beweggründe selbst mir inzwischen verborgen bleiben, hat sich zu etwas großartigem entwickelt und sich vor allem als widerstandsfähiger und zäher gezeigt, als zuerst angenommen und befürchtet. Gut, das mag nun die Freude rechtfertigen, aber das mit dem Feiern ist dann wohl doch eher übertrieben, das machen wir erst, wenn der erste runde Geburtstag ansteht. Glückwünsche nehme ich allerdings trotzdem gerne entgegen.

Der zweite Grund für Glückwünsche ist der 5. Geburtstag von WordPress, fünf Mal so alt wie mein Blog und ungefähr Millionen Mal so erfolgreich und ich sehe es als netten „Weggefährten“ durch die Sümpfe des Internets. Und ich denke, dass mein Blog auch noch länger an WordPress gebunden sein wird, vor allem, was das Hosting angeht, da ich einfach nicht wirklich die Lust verspüre, Updates selbst durchführen zu müssen oder eigenhändig an Plug-Ins und Themes rumzuschrauben, damit sie meinen Wünschen entsprechen. Das Blog schwimmt also auch weiterhin auf dem Weg des geringsten Widerstandes und ist bis jetzt gut damit gefahren, warum nicht auch in Zukunft.

Um dann mal von dem obigen, mehr oder weniger belanglosen Geblubber wegzukommen möchte ich nun kurz noch auf zwei „Mainevents“ der letzten Wochen zu sprechen kommen. Das wären einerseits die mündliche Abiturprüfung, die unerwartet ziemlich gut gelaufen ist. Ich kann mich zumindest über 11 Punkte in Französisch freuen und wenn ich nicht versucht hätte, die Rolle der Frau im Islam auf Spanisch statt auf Französisch darzulegen, wäre sogar noch mehr drin gewesen. Andererseits wäre da noch die Bekanntgabe der Ergebnisse aus dem schriftlichen Teil der Abiturprüfung. In wenigen Worten: Ich bin zufrieden, bin um sämtliche Nachprüfungen um einen Punkt vorbeigeschrammt und habe durch die Prüfungen so ungefähr das Maximum rausgeholt, was noch möglich war. Im Endeffekt steht die feine Zahl von 2,1 auf dem Zeugnis, nicht der Brüller aber immerhin okay.

Minipipeline

PlastikrohreHerzlich willkommen in den 80ern! Dank einiger Probleme mit dem leicht angealterten Wasserleitsystem unseres Hauses steht momentan der Mann von der Rohrreinigung bei mir im Bad und fuhrwerkt mit großen Maschinen. Der Krach, den der dabei macht, lässt mich allerdings erheblich um das Haus bangen, da es nicht so klingt, als würde er die Rohre inspizieren und reinigen sondern eher so, als würde er das gesamte Haus mit einem Presslufthammer einreißen. Aber gut, viel hilft viel und so lange nachher wieder alles ohne Gluckern und Glucksen funktioniert soll mir auch der Krach recht sein.

Was die Avatare aus dem letzten Beitrag angeht, habe ich mich, wie vielleicht der ein oder andere merken wird, dafür entschieden, die vorerst komplett auszublenden, sofern nicht bereits einer vorliegt. Einerseits liegt die Entscheidung darin begründet, dass ich mich vom rein optischen her mit keiner der drei genannten Lösungen wirklich abfinden kann und eine Identifikation des Kommentators bei kleinen Aliens oder abstrakten Bildchen eher nicht gegeben ist. Da dies aber an sich der Sinn der Sache sein sollte, kann man es auch direkt sein lassen. Der andere Grund ist eher praktischerer Natur, da viele der Kommentatoren hier ihre Mailadressen scheinbar nach Belieben verändern, wodurch ein und der selben Person im Laufe der Zeit mehrere Avatare zugeordnet werden. Dass dieses Kuddelmuddel an Bildchen die Verwirrung eher erhöht als die Übersicht bei den Kommentaren zu vereinfachen dürfte wohl klar sein. Bei eigenem Webspace und eigenem Hosting des Blogs, gepaart mit dem entsprechenden Enthusiasmus, unter der Haube ein wenig rumzupfuschen, könnte man das bestimmt ziemlich leicht lösen, aber da beide Voraussetzungen bei mir nicht oder nur bedingt gegeben sind, muss ich halt Kompromisse eingehen…

Avatare

Mehr so durch Zufall habe ich eben entdeckt, dass man unter WordPress die Auswahl zwischen unterschiedlichen Anzeigen der Avatare der Benutzer hat. Standardmäßig holt sich WordPress diese Bildchen ja durch Gravatar, so weit ich richtig informiert bin. Nur was ist, wenn der Kommentator jetzt gar keinen Gravatar-Account hat und somit auch kein mit ihm verknüpftes Bild, das ihn in den Kommentaren eindeutig identifiziert?

Nun, dank der, nennen wir sie einfach mal „neuen Funktion“ von WordPress kann man nun jeder Emailadresse ein bestimmtes Icon zuordnen lassen. Was dabei allerdings rumkommt, finde ich mehr als witzig, da neben dem normalen grauen Profil eines Oberkörpers oder einem weißen Kästchen auch das ein oder andere verrückte Bildchen hinzugekommen ist. Hier mal ein paar Beispiele:

Avatare
Die Frage, die ich mir nun stelle ist: Welche von diesen Möglichkeiten soll ich wählen? Oder doch einfach beim grauen Profil bleiben oder die Anzeige gar ganz ausschalten? Na ja, wir werden ja im Laufe der Zeit sehen, für was ich mich letztendlich entschieden habe ;)

Oh, und nicht über dieses an sich langweilige Thema wundern. Der Beitrag sollte nur zeigen, dass ich das Blog nicht vergessen hab und da ich weiß, dass es Leute gibt, die sich darüber freuen, hier was lesen zu können, will ich diese ja nicht ewig auf dem Trockenen sitzen lassen. Jetzt muss ich mich allerdings wieder auf meine mündliche Prüfung morgen konzentrieren und vor allem mal rausfinden, wann genau ich da überhaupt erscheinen muss. Allen, die auch demnächst in ihre mündlichen Abiturprüfungen gehen wünsche ich auf diesem Weg (noch mal) viel Glück und Erfolg.

Mitbewohnerin

Peach BlossomSeit kurzem wird der Haushalt hier von zwei weiblichen Mitbewohnerinnen ergänzt. Beide sehen einfach unglaublich aus: Wespentaille, wohlproportioniertes und kurvenreiches Hinterteil, unglaublich lange und schlanke Beine und wahrhaft faszinierende Augen. Das Beste ist allerdings, dass ich auf Grund von Besuch mir momentan ein Zimmer mit ihnen teilen muss darf. Seit dem bekomme ich nachts kaum ein Auge zu und an schlafen ist verständlicherweise kaum zu denken…

Und genau das ist es, was mir gewaltig auf den Wecker geht. Die zwei Bienen haben es sich irgendwo zwischen Fenster und Jalousie gemütlich gemacht, wo man kaum an sie ran kommt. Komischerweise sind diese Viecher entgegen meiner bisherigen Annahme nicht tagaktiv sondern eher nachtaktiv. Bei Tageslicht ist kaum ein Mucks von denen zu hören und sehen tut man sie erst recht nicht. Aber sobald man sich dann selbst zu Bett begibt, fangen die an, hyperaktiv gegen die Scheibe zu fliegen und wecken einen im gefühlten Fünfminutenrhythmus. Nach der vierten oder fünften Nacht ohne richtigen Schlaf wünscht man diese an sich putzigen Tierchen, die ja auch noch ihr gutes tun, in dem sie Honig produzieren, einfach nur noch zum Teufel.

Umso überraschter war ich, als ich dann heute morgen das Fenster richtig aufmachen wollte und dabei festgestellt habe, dass eine der beiden Bienen zwischen Fenster und Rahmen eingequetscht war. Hilfe kam leider zu spät und so blieb nur noch eine würdige Bestattung in der Regenrinne, gebettet auf einigen losen Blättern, die da noch drin lagen. Nun stelle ich mir allerdings die Frage, ob dieser Tod nicht unnütz war. Wenn man sich stärker darum bemüht hätte, die Tierchen in die Freiheit zu entlassen, anstatt ihnen ihren Willen zu lassen. Aber darf man anderen Lebewesen seinen eigenen Willen aufzwingen nur weil man meint, es besser zu wissen, weil man nur das Beste für sie will? Zumindest im Artikel über Bienenrecht der Wikipedia hab ich diesbezüglich nichts gefunden.

Angewandte Philosophie am Beispiel der Tierwelt, wer weiterdenken will, darf das gerne tun, ich behalte meine Schlussfolgerungen für mich…


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