Archiv für Januar 2008

Geiz ist geil

Zum Glück ist dieser Spruch Geschichte. Der Laden, der ihn fabriziert hat allerdings noch lange nicht. Um ehrlich zu sein kann ich das aber irgendwie nicht so ganz verstehen. Heute war ich in einer meiner Freistunden aus Langeweile bei besagtem Elektronikfachmarkt. Direkt am Eingang wird man erst mal von diesem wundervollen blau-orange Kontrast begrüßt, verstärkt durch mehr als gelangweilte Mitarbeiter hinter dem Infostand. Nach den ersten Schritten und dem ersten Blick nach links (weil sich auf der rechten Seite vor den Digitalkameraangeboten eine Horde von vorpubertären Mädchen mit Begleitpersonen rumgetrieben hat) eine interessante Entdeckung: Es scheint keinen Unterschied mehr zwischen CF- und SD-Karten zu geben. Beide Modelle hingen vollkommen wahllos an der immerhin 3 Meter langen Wand, SD-Karten waren als CF-Modelle ausgegeben und umgekehrt. Und es war sicher kein Zufall, dass das Superangebot von 3 SD-Karten (1GB) mindestens fünfmal anders ausgezeichnet war, sei es als normale SD-Karte, CF-Karte, SD-Karte mit 2GB Speicherkapazität oder eine super-ultra Karte von SanDisk mit Extremschreibgeschwindigkeitspowerboost.

Genug? Nein, eine Etage weiter oben ging’s weiter, Abteilung Laptops und Computer. Muss ich leider jedes Mal dran vorbei, wenn ich mich zu den CDs durchkämpfen will. Und jedes Mal trifft man mindestens einen vollkommen überforderten Verkäufer, der versucht einer älteren Dame oder einem älteren Herrn den letzten Dre… ich meinte natürlich die neuste Hardware anzubieten. Immerhin setzt dieser Laptop hier auf die unglaubliche DVI-Technik, die Vorgängertechnik wird schon lange nicht mehr unterstützt, also wieso denn den anderen Laptop kaufen, der gar kein DVI hat? Zukunftssicherer ist DVI allemal und die Grafikkarte ist auch viel besser und erst das wunderschön verspiegelte Display. Alles „state of the art“, besser geht’s nicht. Ich hatte dann irgendwann keine Lust mehr, Interesse für irgendwelche Tastaturen vorzutäuschen und bin weiter gegangen, wette allerdings, dass die ältere Dame sich den Laptop hat aufquatschen lassen, vollkommen übertriebene Ausstattung zu einem mehr als übertriebenen Preis. Aber man liebt ja die Technik und hasst das Teure, also wird das Teure einfach als günstig angepriesen und schon ist es durch die Kasse und beim Kunden.

Schade übrigens, dass mich keiner angequatscht hat, ich hatte noch Geld übrig, dass ich eigentlich in CDs investieren wollte, aber da ich auf Grund der beschränkten Auswahl keine Gelegenheit dazu bekam, hätte ich mich darüber gefreut, von einem kompetenten Mitarbeiter irgendwelche tollen Sampler von der Angebotsaustellungsfläche angeboten zu bekommen, ich hätte garantiert sofort zugeschlagen… den Geiz ist ja nicht mehr geil, die Zeiten haben sich geändert…

Springstunde

„Hast du gerade Springstunde?“ Mit dieser Frage wurde ich vor einiger Zeit von einem Lehrer konfrontiert, als ich unmotiviert vor einem Klassenraum saß… zu Beginn der vierten Unterrichtsstunde. Gut, für mich war es zwar die erste Stunde an diesem Tag, aber was mich verwirrt hat, war der Ausdruck. Sportlich betätigt hatte ich mich doch nicht und Ironie passte in dem Moment auch nicht wirklich. Bis ich dann irgendwann auf die Idee kam, was der gute Mann meinte: eine Freistunde. Zumindest dachte ich bis dahin, dass es so heißt. Inzwischen habe ich noch weitere Begriffe dafür gefunden, unter anderem Hohlstunde.

Aber weg von der Einleitung, hin zum Thema: Freistunden sind an sich eine feine Sache, man kann sie zur Erholung nutzen, sich was zu essen holen, Hausaufgaben machen oder sich einfach mit anderen unterhalten. Doch was, frage ich mich, ist der Sinn an einem Schultag, der zur Hälfte aus solchen Stunden besteht? Die Hausaufgaben sind irgendwann fertig, immer nur essen geht auch nicht. Die Verlockung ist groß, nach Hause zu gehen und insbesondere die letzte Stunde ausfallen zu lassen. Wieso drei Schulstunden auf die letzten, qualvollen 45 Minuten an einem Tag warten, wenn man so viel besseres tun könnte? Ich habe gemerkt, dass anscheinend viele so ähnlich gedacht haben müssen, zumindest war besagte letzte Schulstunde was die Anwesenheit angeht erheblich dürftig. Gut, der Unterhaltungswert war auch nicht viel höher, aber hey, ich war da und habe es über mich ergehen lassen, habe es überstanden, überlebt. Trotzdem fragt man sich immer wieder, wieso man das getan hat, die Stunden schleichen dahin, wenn nichts mehr zu tun ist, sie gehen einfach nicht um.

Doch wo ist diese Zeit, diese langsam dahinkriechende Zeit, wenn man etwas unternimmt, was zu tun hat? Kurzweil, so fein sie auch ist, hat doch immer den faden Beigeschmack, das alles viel zu schnell vorbei ist. Nicht, dass Langeweile besser wäre. Zeit, die sich wie ein Kaugummi dahinzieht ist kein bisschen vorzuziehen. Allerdings merkt man die Zeit, bekommt ihren Verlauf mit, nimmt sie intensiv wahr… und wird sich erst darüber bewusst, wie viel Zeit man doch sinnlos in den Wind schlägt und vergeudet. Dann doch lieber die Zeit Zeit sein lassen und das Leben genießen. Lieber ein gefühltes kurzes, aber dafür spaßiges, tolles Leben führen, als Stunde für Stunde, Minute für Minute, Sekunde für Sekunde mitzuzählen. Wie hat schon Einstein gesagt: Alles ist relativ. Ich wüsste nicht, wofür diese Aussage so gut zutrifft wie für die Zeit.

Man verzeihe mir diese komischen Gedankensprünge, aber irgendwie ließ mich diese „Springstunde“ nicht mehr in Ruhe…

Google und Konsorten, Teil 3

Nach Teil 1 und Teil 2 kommt hier die dritte Folge von merkwürdigen Suchanfragen, die mir Google und seine Artgenossen auf die Seite geschwemmt haben:

bedeutung von schnapszahlen

Der Begriff leitet sich von Spielen mit mehreren Teilnehmern ab, bei denen sich der Verlauf als Ergebnis einer mitprotokollierten Addition manifestiert. Erreicht der Gesamtpunktestand eines der Spieler eine Schnapszahl, sind je nach bestehenden Spielregeln oder mündlichen Vereinbarungen möglicherweise Freigetränke – zum Beispiel ein Schnaps – für die Mitspieler fällig.

Für mehr bitte bei Wikipedia vorbeischauen

 

„npc-katze“
Moment, es gibt echt Leute, die nach so was googeln? DAS überrascht mich nun wirklich. Vielleicht sollte ich mich dann doch mal hinsetzen und die NPC-Katze auch mal grafisch darstellen. Geplant ist es eigentlich schon länger…

Übergewicht was man in der schule dagege
n tun kann? Nun, ein Ansatz wäre zum Beispiel, sich am Sportunterricht auch wirklich zu beteiligen und nicht mit fadenscheinigen Ausreden blauzumachen. Ansonsten: Die Deutschen werden immer dicker, da muss man nicht erst in der Schule was dagegen tun, sondern von Beginn an auf eine ordentliche und gesunde Ernährung achten. Und das auch in den Köpfen der Eltern verankern. Nur McDonalds kann auf Dauer doch nicht gut für die Figur sein. Meiner Meinung nach kann die Schule in diesem Fall höchstens unterstützen (z.B. durch Behandlung eben dieses Themas im Unterricht), die Initiative muss aber von den Eltern ausgehen… Alternativ: Super Size Me gucken

ganzkörperuntersuchung nackt
Das wollen die Kollegen auf dem KWEA gerne machen, aber keine Angst, man(n) überlebt es. Zumindest kenne ich keinen, der da nicht wieder von zurück kam und schlimmes zu berichten wusste.

Bringer Loch
Golfer? Oder Handwerker? Irgendwie kann ich damit nichts anfangen. Kann mir wer auf die Sprünge helfen?

nackt auf der strasse liegen
Merkwürdiges Hobby, vor allem jetzt, wo es draußen doch relativ kühl ist. Ich könnte mir da echt gemütlicheres vorstellen, als nackt auf irgendeiner Straße zu liegen. Nicht nur, dass dauernd Autos kommen, die einen in dem Zustand höchster Entspannung stören, nein, jetzt kommt auch noch dieses ungemütliche Salz dazu…

Flaute

SegelEin Schiff auf hoher See, die Segel schlaff, ringsum nichts als eine gewaltige Menge Wasser, kein Punkt, an dem das Auge Ruhe findet, kein Ziel vor Augen, das erreichbar scheint. Doch selbst wenn eine Insel, ein heilbringender Hafen, in dem die Vorräte aufgefüllt werden könnten, in Sicht wäre, so würde doch die Antriebslosigkeit das Erreichen der Insel verhindern. Die Hoffnung auf ein Wiederauffrischen des Windes ist nicht gegeben, die Flaute kann ewig anhalten, genauso gut sie allerdings schon am nächsten Tag vorbei sein und die Reise wieder aufgenommen werden.

Doch dies ist nicht das einzige Problem: Zu der Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Reise kommt die Unzufriedenheit der Seeleute mit ihrer Situation. Sie verfluchen das Wetter, sie verfluchen den Kapitän, sie verfluchen sich selbst, dass sie überhaupt auf dem Schiff angeheuert haben. Die Vorräte reichen nicht mehr lange, dabei könnte, genügend Wind vorausgesetzt, alles innerhalb weniger Tage vorbei sein. Aber so befindet sich das Schiff in einer hilflosen, scheinbar ausweglosen Situation, es gibt kein vor und kein zurück, nur Stillstand. Stillstand, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Ungewissheit…

Auf ein neues

Das neue Jahr hat angefangen, mit Böllern, Raketen und sonstigem Feuerwerk wurde es begrüßt und gleichzeitig das alte Jahr verabschiedet (und die paar bösen Geister gleich mit).

Was bleibt mir anderes übrig, als sich in das momentan alltägliche Wünschen nach Erfolg und Frohsinn einzureihen? Also: Ein frohes und erfolgreiches Jahr allen, die hier mitlesen und mir treu geblieben sind ;)

Ansonsten wurde über Weihnachten die 2000 View-Marke geknackt, Schlagwörtern wie „Christmas“ sei dank. Dafür nimmt jetzt die Aktivität hier wieder merklich ab, soviel also zur „besinnlichen“ Weihnachtszeit. Sieht für mich eher nach einem besinnlichen Jahresanfang aus, was ja aber auch nicht schlimm sein muss.

belanglose Statistik


Die Quellen sowie die Lizenzen der hier verlinkten Bilder lassen sich durch einfaches klicken auf das jeweilige Bild in Erfahrung bringen

a