Archiv für Dezember 2007

Prag

St. Nicholas PragueKurz vor Ladenschluss bzw. Jahresende gibt es von mir doch noch auf die Schnelle einen kleinen Beitrag. Anlass sind die letzten Tage, die ich in Prag verbracht habe.

Abgesehen davon, dass jetzt schon Bilder gefordert wurden, die demnächst sicher noch kommen werden und der relativ fiesen Kälte habe ich mich besonders über die öffentliche Verkehrsinfrastruktur gewundert. Ich meine, wozu braucht man Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen? Die U-Bahn als schnelles Verbindungsmittel zwischen den Peripherregionen der (Innen-)Stadt sehe ich ja noch ein, schneller kommt man echt nicht vom Norden in den Süden Prags. Aber wieso neben der Straßenbahn auch noch Busse, oder umgekehrt? Weil die Straßenbahn einfach schon da war? Weil die Schienen da sind? Werden die Busse für Neuerschließungen eingesetzt, um keinen neuen Schienen verlegen zu müssen? Für mich übernehmen Straßenbahn und Bus exakt die selbe Aufgabe, haben also irgendwie die selbe Zielgruppe. Von daher interessiert mich das wirklich. Falls wer was darüber weiß, bitte melden, die Kommentarfunktion ist über jeden Klick dankbar (ich übrigens auch ;) ). Nichtsdestotrotz werde ich gleich mal ein bisschen im Internet rumschauen, vielleicht findet man ja was zum Thema, aber da ich erst vor Kurzem zurückgekommen bin, hatte ich bis jetzt noch keine Zeit dazu.

Jetzt ein paar kurze Gedanken zu den letzten Tagen, die in nächster Zeit langsam verdaut und verarbeitet werden:

  • Prag ist günstig. Wo bekommt man hier bitte einen Liter Bier für grob 2,50€, ein komplettes Essen für vier Leute für etwa 40€-50€? Für 2,50 bekommt man hier, mit etwas Glück, gerade mal 0,4l und je nach dem wo man essen geht wird für 40€ eine Person satt, aber niemals vier.
  • Wieso spielen die Wachen der Prager Burg bei der Wachablösung die A-Team Titelmelodie, zumindest auszugsweise?
  • Ich kann jedem nur empfehlen, in der Zeit um Weihnachten in Prag vorbeizuschauen. Die ganzen Lichter und Weihnachtsmärkte tauchen die Stadt in ein wahres Lichter- und Duftmeer, was man mitbekommen haben muss. (Nicht, dass ich es anders kennen würde und deshalb vergleichen könnte, aber meiner Meinung nach ist das weihnachtliche Prag etwas, das man gesehen haben sollte)

Gleich werde ich mir mal die geschossenen Bilder zu Gemüte führen, den Ausschuss beseitigen, die schönsten rausfiltern und diese dann der Welt zur Verfügung stellen. Als ob man nicht schon genug Bilder von Prag im Internet finden würde. Ach, und nebenher werde ich mich mit den Klängen meiner Weihnachtsgeschenke vergnügen, wo ich jetzt endlich Zeit dazu habe.

An dieser Stelle spare ich mir einfach mal den oftgesehenen und anscheinend obligatorischen Jahresrückblick… da könnte man eigentlich auch mal was drüber schreiben…

Also, allen Lesern einen guten Rutsch, auf ein erfolgreiches Jahr 2008!

Do they know it’s christmas?

Snow in MunichWeihnachten steht vor der Tür, gestern war der erste Ferientag, am Mittwoch war das Abschlussessen des Literaturkurses, womit die Theatersaison endgültig vorbei ist. Könnte es etwas schöneres geben? Ja, kann es, und das hätte schon Mittwoch anfangen können. Nicht nur, dass einige Leute nicht pünktlich waren, sondern teilweise mit etwa einer halben Stunde Verspätung am Verabredungsort aufkreuzten (unter anderem auch die Lehrerin), nein, es hatte auch niemand einen Tisch reserviert, weil jeder dachte, wer anders hätte das bereits erledigt. Jetzt finde mal mit 25 Leuten kurz vor Weihnachten in einem eh schon recht gut gefüllten Lokal noch ausreichend Plätze. Letztendlich wurden wir in drei oder vier Gruppen über das gesamte Lokal verteilt, was eine entspannte Atmosphäre leider völlig zerstört hat. So ein Abend steht und fällt halt mit der Qualität der Tischnachbarn. Um ehrlich zu sein: Ich hatte mir von dem Abend mehr erhofft, aber hey, es sind Ferien, da sollte man über so kleine Mängel doch hinweg sehen…

Wo ich schon bei erhofft bin: Weihnachten ist eine feine Zeit und in meinen Statistiken taucht unter „Suchanfragen“ häufiger das Wort „Christmas“ auf. Nun frage ich mich natürlich erst ein mal, was sich Leute, die sowas in eine Suchmaschine tippen, für Ergebnisse erhoffen. Viel gröber kann man eine Suche doch gar nicht gestalten. Das führt dann natürlich dazu, dass man auch auf so Seiten wie meinem Blog landet. Finden die Leute hier überhaupt, was sie gehofft haben, mit ihrer Suche zu finden? Um ehrlich zu sein, ich kann es mir kaum vorstellen. Und trotzdem landen täglich 50 und mehr Leute mit weihnachtlichen Suchanfragen auf meinem Blog. Ich entschuldige mich hiermit dafür, dass ich eifrig arbeitenden Menschen die Zeit raube (wobei… eigentlich sind sie ja selbst Schuld)

Wer hat sich eigentlich weiße Weihnachten gewünscht? Ich war überrascht, als gestern allen Ernstes Schnee lag, bei uns zwar nur minimal und auch eher in Form von Matsch am Straßenrand, aber als ich mit dem Auto unterwegs war, bin ich teilweise an wunderschön weihnachtlich-weißen Gegenden vorbeigekommen. Verschneite Felder und Wälder, leichter Nebel über den Wiesen, vereinzelt kleine Vögel, die durch die Lüfte flatterten und auf den Straßen selten ein Auto vor oder hinter mir. Weihnachtliche Besinnlichkeit in Perfektion, ich möchte dafür einen Begriff aus dem Deutschunterricht hervorkramen: Naturmagie!

So, zum Abschluss wünsche ich allen, die Ferien haben, schöne Ferien und allen ein frohes (Weihnachts-)Fest. Auf dass es nicht allen nur um Geschenke gehen möge, denn wie gesagt, Weihnachten ist ein bisschen mehr als nur das. Gleichzeitig wünsche ich auch schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr, da dies hier der voraussichtlich letzte Beitrag für dieses Jahr wird.

Fast vorbei

FührerscheinDie erste Aufführung des Sommernachtstraums haben wir gestern hinter uns gebracht. Zum Glück ging alles relativ gut, immerhin war die Presse anwesend. Bin mal gespannt, wie die das gesehen haben. Zumindest das, was ich mitbekommen habe, fand ich relativ gut, auch wenn es natürlich immer Kleinigkeiten gibt, die man verbessern kann. So könnten einige etwas lauter reden, andere dafür langsamer und doch war es insgesamt gelungen und zufriedenstellend. Bis auf eine Ausnahme waren auch alle, von denen man es mitbekommen hat, von der Aufführung überzeugt. Nur der gute Rolli hatte so seine Probleme mit dem Nebel und anscheinend auch mit dem Stück an sich. Was man da so über ihn gehört hat von wegen dass er die ganze Zeit gegrummelt hätte „So eine Scheiße“ und ähnliches. Aber was will man machen, anspruchsvolles Publikum halt.

Nun aber zu den Noten, die es heute gegeben hat. Laut der Lehrerin gab es für jeden, der zwei Rollen hatte, eine 1+ (15 Punkte). Ich habe nichts davon gemerkt, musste mich mit der glatten 1 zufrieden geben. Dabei war ich doch so engagiert, war immer da, hab in beiden Stücken mitgespielt und beim zweiten war/bin ich sogar für die Musik zuständig gewesen. Ich glaub, ich muss mich mal beschweren gehen. :D

Ansonsten glänzte der heutige Tag durch einen ebenso aufgelegten Fahrprüfer, der anscheinend nach einem langen Arbeitstag nur noch nach Hause wollte. Zumindest dauerte meine Prüfung gerade mal eine knappe halbe Stunde, der Prüfer hat eine sehr ruhige Strecke ausgesucht, mich nur einmal zum Einparken gezwungen und das war’s dann. Kann es besser laufen? Ich war mit mir zwar nicht zufrieden, aber sowohl dem Prüfer als auch meinem Fahrlehrer hat gefallen, was ich abgeliefert habe. Jetzt darf ich mich auch stolzer Besitzer eines roten T-Shirts mit dem Aufdruck „Bestanden!“ nennen, hinten natürlich stilecht mit Werbung für die Fahrschule, aber hey, ein geschenktes T-Shirt, das nimmt man doch gerne mit! ;)

Damit wird es dann auch keine weiteren Beiträge mehr in der Kategorie Fahrschule geben, die ist ja jetzt für mich erledigt. Irgendwie auch eine recht überflüssige Kategorie, aber was soll’s, das bisschen Verwaltungsaufwand hat noch keinen umgebracht. Ich freu mich jetzt schon auf Sonntagabend, wenn wir dann auch endlich mit dem Literaturkurs durch sind und das letzte Mal unser Stück vorführen mussten. Dann noch am Mittwoch mit dem Kurs essen gehen, Ferien genießen und dann vollends in den Abiturstress eintauchen. Aber wozu Stress machen? Stress ist genauso überflüssig wie die Nervosität vor Theaterstücken, bringt doch alles nichts und geht eh wieder rum. Wieso dann überhaupt erst einen Kopf machen? Wird schon alles irgendwie, vielleicht nicht ganz so gut wie es könnte, aber es wird und was will man mehr? Perfekt ist niemand, kann niemand sein und wird es auch nicht. Ich gebe mich zwar auch nie mit dem zufrieden, aber es ändert doch nichts daran, dass es so ist wie es ist. Also, Augen zu und durch, dann läuft die Sache. (Interessanter philosophischer Erguss meinerseits…)

Ich wünsche euch jedenfalls eine stressfreie und ruhige Zeit, bis zum nächsten Mal!

Jetzt fängt das Theater schon wieder an

Oberon und TitaniaMorgen steht die nächste große Prüfung in Sachen Literaturkurs an: Die Aufführung des Sommernachtstraums von William Shakespeare. Wochenenden wurden geopfert, Stunden um Stunden geprobt, merkwürdige Dinge als Requisiten gekauft und Kostüme zusammengestellt, wie sie die Welt in diesem Zusammenhang wohl noch nie gesehen hat. Klingt toll und ist es auch (teilweise).

Aber zu den geopferten Wochenenden: Anscheinend ist das Vertrauen in unsere schauspielerischen Fähigkeiten nicht sonderlich groß. Obwohl an sich am letzten Sonntag bereits die Generalprobe war, fand heute eine vierstündige „Aufarbeitung“ des Stückes statt und für morgen wurden weitere zwei Stunden für Proben angesetzt. Am Premierentag ist eine Probe zur Festigung des Textes und Ablaufes doch etwas fragwürdig. Aber da selbst heute noch neue Ideen über die Abfolge von Szenen, Auftritten und der Musik ins Spiel gebracht wurden vielleicht doch notwendig. Auf die Textsicherheit gehe ich lieber nicht ein, das spiegelt sich in den Noten der einzelnen Darsteller wider. Ich weiß zumindest, dass es das tut, und mögen gewisse Leute die Notengebung als ungerecht empfinden, weil sie zu schlechte Noten bekommen, so finde ich doch, dass an sich eher der andere Fall zutrifft. Was manche Leute an (wirklich) guten Noten für, entschuldigung, mittelmäßige Leistungen bekommen haben, ist schon interessant. Genau wie die Tatsache, dass es bis jetzt wohl etwa 12 Leute mit 13 oder mehr Punkten gibt. Man beachte bitte, dass der Kurs aus 15 Leuten besteht (grobe Schätzung, Falschaussagen sind nicht beabsichtigt).

Trotz allem wird das Stück dann am Dienstag über die Bühne gebracht, genaue Termine kann man hier erfahren, am Sonntag wird dann schließlich noch einmal aufgeführt. Meiner Meinung nach wird die Dienstagsvorstellung jedoch um einiges lustiger als die am Sonntag, und ich weiß wovon ich rede, ich war bei den Proben dabei. Die paar Tage bis zum 3. Advent können einigen helfen, die letzten Unsicherheiten auszubügeln. Ach ja, am Sonntag weiß dann auch jeder, wie die Sache mit der Musik steht, die ist bis jetzt auch noch nicht ganz geklärt, aber wofür hat man morgen ja noch einmal Zeit? Ich frage mich gerade, ob überhaupt einmal ALLE da waren und zusammen geprobt haben…

Mehr gibt’s jetzt nicht, ich muss mich mental auf meine schwere Rolle vorbereiten und noch einmal meine zwei Sätze durchgehen, damit wenigstens ich behaupten kann, meinen Text fehlerfrei vorgetragen zu haben. Nicht, dass ich die gleichen Fehler mache wie so manche andere, denen ich selbiges bereits vorgeworfen habe.

Ob unsere Lehrerin morgen genauso nervös sein wird, wie vor dem „Picknick im Felde“? Diesmal hätte sie wahrlich guten Grund dazu… Das Bühnenbild steht zwar, die Nebelmaschine allerdings nicht und das Programmheft geht auch erst heute in den Druck. Knapper geht’s kaum, aber was will man machen, bei der Organisation?

Sei’s drum, toi-toi-toi und bis demnächst, wenn ich endlich diesen ganzen Stress hinter mir habe.

Was ist Weihnachten?

Christmas DecorationTja, was will man sagen? Weihnachten steht vor der Tür, das eigentliche Fest der Liebe, das zu einem Fest des Kommerzes verkommt. Wobei ich bis jetzt zum Glück noch nicht soviel davon mitbekommen habe. Aus schmerzlichen Erfahrungen der letzten Jahre bleibt das Radio generell aus über Weihnachten und auch der Fernseher wird weitestgehend ignoriert. So kommt man schon mal um die Dauerberieselung mit „Last Christmas“ und ähnlichem herum. Na ja, zumindest fast. Heute kam nämlich merkwürdigerweise eine Horde von Unterstufenschülern auf die Idee, kurz vor Beginn ihres Biologieunterrichts auf dem Flur vor dem Klassenraum eine spontane „a capella“-Version dieses „Weihnachtsklassikers“ zum Besten zu geben.

Apropos Weihnachten: Wer behauptet, dass ein Weihnachten ohne Coca Cola Truck kein richtiges Weihnachten ist, hat vermutlich den eigentlich Sinn dieses Festes vollkommen vergessen. Aber damit wird er vermutlich nicht alleine stehen. Geschenke werden gerne gesehen, lieber genommen und nur ungerne gegeben. Das liebe Geld, immerhin ist Geiz ja geil. Und trotzdem ist Weihnachten nicht das Fest der Geschenke, nicht einfach nur eine willkommene Abwechslung vom Alltag und für mich persönlich schon gar nicht in der kitschigen Form wie es in Amerika gerne geschieht (und auch langsam ins „alte Europa“ rüberschwappt). Wie gesagt, an sich sollte Weihnachten ein Fest der Liebe und der Besinnung sein, immerhin wird die Geburt Jesu Christi gefeiert. Aber die Religion verkommt, der Kommerz gewinnt.

Wo ich gerade schon bei Amerika war und einer, sagen wir mal, relativ „interessanten“ Wendung in der Einstellung zu Weihnachten, möchte ich kurz auf folgenden Beitrag des NDR hinweisen: Der Weihnachtsmann muss dünner werden.

Damit verabschiede ich mich für heute, wünsche allen viel Spaß mit ihren Adventskränzen und -Kalendern. Auf dass der Coca Cola Truck doch kommt und der Weihnachtsmann nicht im Kamin stecken bleibt.


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