Archiv für November 2007

Achterbahn, anyone?

Statistik

Interessante Entwicklung, wie ich finde. Theoretisch gesehen müsste eine so oder zumindest so ähnlich aufgebaute Achterbahn funktionieren, oder? Vielleicht zufällig ein Ingenieur unter den Lesern, der mich bestätigen könnte? (Die Grafik stellt übrigens die Besuche meines Blogs dar, falls es irgendwer nicht erkannt haben sollte ;) )

Ansonsten bin ich einfach nur saumüde und will schlafen. Geht aber nicht, da ich mich dazu habe überreden lassen, gleich zum Badminton zu gehen. Und man will seine Freunde ja nicht unbedingt enttäuschen, wenn man es vermeiden kann.

Grund zur Freude hingegen gibt die Tatsache, dass unsere liebe Frau Lehrerin mich anscheinend immer vergisst, wenn es darum geht, mich anzurufen um mir Bescheid zu sagen, wann ich meinen Auftritt habe. Da ich lediglich im letzten Akt des Stückes auftrete, habe ich mit ihr ausgemacht, dass sie etwa eine halbe Stunde vor dem Auftritt kurz durchklingelt, damit ich mich auf den Weg machen kann, schließlich habe ich keine Lust für meine zwei Sätze geschlagene drei Stunden in dem alles andere als gemütlichen, und im wahrsten Sinne des Wortes, Alten Musiksaal rumzusitzen. Durch das Ausbleiben das Anrufs und des ebenfalls erfreulichen Ausfalls meiner beiden Lks heute beschränkt sich die in der Schule verbrachte Zeit auf lediglich knappe 4 Zeitstunden, gegenüber etwa 10 an einem normalen Mittwoch. Badminton, was ebenfalls an der Schule stattfindet, ist allerdings bei beiden Angaben noch nicht miteinberechnet.

wozu?

wieso, warum, wozu? Nach Benn die ewige Kinderfrage (Vgl. „Nur zwei Dinge“ von Gottfried Benn). Kinderfrage hin oder her, trotz allem ist es eine Frage, die sich jeder ab und zu stellen wird, manche öfter, andere seltener, aber garantiert nicht nur Kinder. Abgesehen davon, dass die wahre Kinderfrage doch eigentlich „warum?“ heißen müsste.

„Wozu?“ ist eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss, es gibt keine allgemeingültige Aussage dazu. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist es für den einzelnen nicht einfach, den Sinn hinter Vorgängen zu erfassen, dass „wozu“ zu begreifen. Vielleicht ist es sogar unmöglich, vielleicht gibt es aber auch einfach nur keinen tiefergehenden Sinn als nur den zu leben. Leben um des Lebens Willen, ohne Zwänge, Vorschriften oder Sanktionen. Zutreffend ist das allerdings auch nicht. Also, wieder: „wozu?“

Wozu musste ich gestern zehn Stunden in der Schule absitzen, geplagt von drei Stunden Französischklausur und einigen weiteren nervigen Fächern? Wozu musste Literatur unnötigsterweise bis um 17 Uhr gehen, anstatt wie ursprünglich geplant nur bis um (halb) vier? Wieso wurde dann der letzte Aufzug des Sommernachtstraums (der einzige, in dem ich meinen großen Auftritt habe), nicht einmal geprobt, wozu bin ich die drei Stunden dageblieben, gelangweilt und desinteressiert? Warum habe ich dafür Badminton ausfallen lassen?

Fragen über Fragen, die Antworten bleiben leider quantitativ weit dahinter zurück. Ich meine, es ist ja absolut nichts dagegen einzuwenden, dass die nette Frau Lehrerin möchte, dass das Stück sitzt. Aber wir wenden doch immerhin schon unsere Wochenenden für Proben auf, opfern sie, obwohl wir weiß Gott besseres zu tun hätten. Und öfters proben führt auch zu nichts, wenn die Leute ihre Texte nicht lernen. Sprachloses auf-der-Bühne-stehen mag ja vielleicht auch ganz nett sein (s. absurdes Theater), aber bestimmt nicht in einem Shakespearstück. Abgesehen davon möchte ich einigen Teilnehmern des Kurses einfach die Fähigkeit, auf der Bühne zu stehen, absprechen. Kritik von mir, sehr gut, bin ich doch kaum besser als so manch anderer aus dem Kurs, aber wenigstens habe ich mich bemüht, wir haben für unser Stück den Text gelernt und vor allem konnten wir ihn einen Monat vor der Aufführung schon.

Das ganze Chaos, von dem ich gehofft hatte, dass es nach der Aufführung von Arrabals „Picknick im Felde“ endlich vorbei sei, kommt nun wieder auf mich zu. Wieder dürfen Wochenenden für Proben verschwendet werden, wieder muss ein Bühnenbild entstehen, wieder kommt die Angst, dass mehrere Leute ihren Text bis zur Aufführung nicht können (auch wenn es bei uns „damals“ nur eine einzige Person war, bei der diese Angst bestand). Wiederholungen über Wiederholungen, ein Déjá-vu nach dem anderen. Und immer gefolgt von der Frage: „Wozu?“

Über die Bühne gebracht

Picknick im Felde Gestern war ja, wie der aufmerksame Leser mitbekommen hat, unsere tolle Theatervorführung. Und endlich bin ich dieses Stück jetzt los, auch wenn unsere Kursleiterin auf die verrückte Idee kam, dass wir das Stück doch noch ein zweites Mal aufführen sollten. Die Frage ist nur: Wann? Im Dezember wäre es etwas ungeschickt, da da unser Kurs schon den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare aufführt, zweimal wohlgemerkt! Im November wäre ein zweiter Termin wohl zu kurzfristig, um den Saal auch nur annähernd gefüllt zu bekommen. Und abschließend: Mit dem Beginn der Winterferien sowie den damit verbundenen Zeugnisausgaben ist der Literaturkurs für uns vorbei. Wenn wir also wirklich noch einmal auf die Bühne geprügelt werden sollten, wird es knapp.

Klingt das mit dem „auf-die-Bühne-prügeln“ eigentlich negativ? Falls ja, so schlimm war es dann auch wieder nicht, als dass man uns nun wirklich „prügeln“ müsste, aber wie gesagt, ich bin froh, dass ich das hinter mir hab und würde mich nur bedingt darüber freuen, wenn ich noch einmal mit diesem, zugegeben recht absurden Stück, auf der Bühne rumhampeln müsste.

Aber zu gestern Abend: Ich fand die Vorstellung gelungen, und das Feedback, das ich bis jetzt bekommen habe, war auch durchweg positiv. Um ehrlich zu sein, hätte ich damit nicht gerechnet, richtiger Zweifel kam mir dann besonders zu Anfang kurz vor meinem Auftritt. Zapo war bereits knappe 10 Minuten auf der Bühne, ist unter ein Tarnnetz gekrabbelt, hat Schwimmflügel aufgeblasen, gestrickt, lauter absurdes Zeugs halt, was man von einem Soldaten auf dem Schlachtfeld nie erwarten würde… kindlich-naiv eben, wie es die Roller verlangte. Und auch der Blick wurde vorher bis zur Perfektion geübt. Nicht umsonst war bereits der Anfang bei den Proben schon immer eine Lachnummer, allerdings im positiven Sinne von erheiternd. Doch bei der Vorführung gestern sah die Sache ganz anders aus. Aus dem Saal kam nichts außer einer Totenstille, wir standen draußen vor der Tür und mit jeder Minute, die das Lachen ausblieb, wurde nicht nur unsere Nervosität größer, sondern auch die Angst, totalen Schiffbruch mit dem Stück zu erleiden. Hinzu kam noch, dass die Tür, durch die wir den Raum betreten sollten, auf einmal von innen zugemacht wurde und von außen nicht mehr aufzubekommen war. Zum Glück haben wir das Problem aber noch rechtzeitig gelöst bekommen.

Wie froh war ich dann, als wir endlich im Saal waren. Kaum hatten wir ihn betreten nahm ich bereits einzelnes Gekicher wahr, was an unserer Erscheinung gelegen haben dürfte. Wir waren aber auch echt „leicht deplatziert“, ein älteres Ehepaar in feinstem Sonntagszwirn und dann auf einem dreckige Schlachtfeld im Krieg… Picknick im Felde eben. Aber bei diesem ersten Kichern habe ich mich so wohl gefühlt, der Kloß im Hals verschwand und einem gelungenen Auftritt stand nichts mehr im Wege. Das einzelne Gekicher hat im Verlaufe des Stücks dann zum Glück auch auf weitere Gäste übergegriffen, so dass an einigen Stellen wirklich Gelächter zustande kam. Und ich habe mich echt so was von über jede Regung des Publikums gefreut, insbesondere nach dieser riesigen Angst vor dem Auftritt.

Aber das ist ja jetzt, wie gesagt, durch, von kleinen technischen Problemen mit dem CD-Player abgesehen lief alles rund, die Texte saßen, den Walzer am Schluss haben wir ebenfalls gekonnt über die Bühne gebracht („Hat ihr Sohn dafür extra Tanzunterricht genommen?“), den Takt gehalten, was will man mehr? Garantiert nicht noch einmal dieses Stück vorführen! Schön wäre es jetzt ja, wenn damit auch das Theaterspielen generell für mich durch wäre, ist es aber nicht. Wie gesagt, unser Literaturkurs hat auch noch den „Sommernachtstraum“ in petto, auch hier habe ich wieder eine tragende Rolle. Doch statt einer Hauptrolle wie beim „Picknick im Felde“ darf ich mich nun mit einer mickrigen Nebenrolle zufrieden geben: der Wand. Eine Sprechrolle, wohl gemerkt! Eine, im wahrsten Sinne des Wortes, tragende Rolle…

So viel also dazu, in den nächsten Tagen wird es von meiner Seite aus eher still werden, es geht in die nächste Klausurphase, am Donnerstag ist, wie bereits erwähnt Hochschultag, und dann will auch noch mein Geburtstag gefeiert werden. Nicht traurig sein, vergessen werde ich euch trotzdem nicht, und bestimmt kommt dann auch irgendwann wieder mal ein Beitrag von mir.

Hm… überraschend lang geworden, der Beitrag, dafür, dass ich eigentlich nur „kurz was schreiben wollte“… Zeit, die ich eigentlich in Hausaufgaben für morgen hätte stecken sollen, die dann halt jetzt erledigt werden müssen. Gibt Schlimmeres…

Jetzt geht das Theater schon wieder los…

Picknick im FeldeSoeben habe ich die Generalprobe überstanden, die letzten Kritikpunkte wurden in Angriff genommen und zumindest versucht, sie auszumerzen. Und so wie es heute lief, kann morgen einfach gar nichts mehr schief gehen. Denn wie heißt es so schön: „Auf eine verpatzte Generalprobe folgt eine umso bessere Premiere“. Wollen wir das Beste für morgen hoffen.

Ich bin auf jeden Fall froh, wenn ich das morgen dann endlich hinter mir hab. So bald werde ich die Wörter „Zepo“, „Zapo“, „Tepan“, „Picknick im Felde“ oder „Fernando Arrabal“ nicht mehr hören wollen. Zu der Freude kommt noch hinzu, dass ich morgen den Ansager spielen darf, heute also noch mal so richtig kreativ werden muss, wenn ich dann nicht vollkommen hilflos auf der Bühne stehen will. Danke dafür, welch schönes Wochenende…

Erwähnte ich eigentlich schon, dass die Programmhefte fertig sind? Sehen super aus und werden Montag ab 19:00 (?) zu einem Preis von 50 Cent je Stück feilgeboten. Die Hoffnung der regieführenden Lehrperson, dass Leute so nett sein werden und freiwillig mehr zahlen, wird sich wahrscheinlich kaum erfüllen, aber was soll’s, das ist nicht mein Problem.

Das einzige Problem, das ich morgen haben werde, ist die verdammte Hitze auf der Bühne. Wehe, die Heizung wird wieder so voll aufgedreht wie heute. Zu der wunderbaren Heizungswärme kommt noch die extreme Hitzebelästigung durch die Scheinwerfer hinzu. Alles in allem gleicht die Bühne im Endeffekt eher einer Sauna als irgendwas anderem. Mein armes linkes Ohr ist diesem wuderbaren Zustand leider quasi die ganzen 40-45 Minuten ausgesetzt. Mag wer gegrillte Öhrchen? Es gibt doch bestimmt ein Land, in dem sowas eine Delikatesse ist.

Apropos Delikatesse: Was wäre ein Picknick ohne Essen? Ich hoffe, dass das dann morgen authentischer aussieht, wenn wir wirklich Baguette, Wurst und ähnliches auf der Decke haben, Schokoriegel wirken irgendwie einfach nicht. Wenn dann noch alle ihren Text können (Gruß an Kr…*hust*), werden wir wirklich einen tollen Erfolg haben. Und wehe, es lacht keiner, ist nämlich ausdrücklich erwünscht, dass man seiner Erheiterung freien Ausdruck lässt, nicht umsonst handelt es sich bei dem Stück um eine, Vorsicht Neologismus, „Absurdie“ (sprich: Appsuhrdihe).

Auf ein gutes Gelingen morgen und einen heißen Kampf an der Abendkasse, die letzten Karten wollen schließlich auch unters Volk gebracht werden ;)

Hochschultag

Missouri School of JournalismAm Donnerstag ist hier Hochschultag. Kleine Schüler (sprich die aus der Oberstufe, bei uns sogar nur die aus der 13) dürfen den Tag über in das Hochschulleben reinschnuppern, sei es, indem sie reguläre Vorlesungen besuchen oder zu einer der vielen speziell für den Hochschultag stattfindenden Veranstaltungen gehen. An sich ist das eine feine Sache, man erhält nicht nur einen Einblick in das Leben an der Uni oder wo auch immer, sondern man kann sich auch über seinen zukünftigen Weg informieren. Niemand, der eine Juravorlesung langweilig gefunden hat, wird später Jura studieren (zumindest gehe ich davon aus).

Ich selbst werde mal wieder zu irgendwelchem Physikkrams gehen. Nur habe ich hier das gleiche Problem wie die letzten Jahre auch: Die ganzen Veranstaltungen, die mich interessieren, überschneiden sich. Von 6 potentiellen Kandidaten sind immer nur zwei zu realisieren. Ich kann mich allerdings nicht entscheiden, welche ich vorziehen soll. Umweltgeophysik oder lieber nichtlineare Systeme, Quanten oder doch eher Planeten? Gut, aus den 6 Kandidaten sind damit spontan nur noch 4 geworden. Vermutlich werde ich die Entscheidung von der Erreichbarkeit abhängig machen, ich habe nämlich keine Lust, quer durch die Stadt hetzen zu müssen, nur um noch die letzte Viertelstunde von der nächsten Veranstaltung mitzubekommen. (Ein Argument, das kaum ziehen wird, da vermutlich alles im selben Institutsgebäude stattfinden wird…)

Ansonsten stehen mir jetzt noch mal zwei Tage proben für das Theaterstück vor, bevor am Montag die große Premiere stattfindet. Und wer behauptet, wir wären irgendwie inkonsequent, weil wir nur einmal aufführen, im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Literaturkursen, die selbiges zweimal taten, dem sei gesagt, dass wir auch zwei Vorführungen haben: Am Montag die erste und gleichzeitig auch die letze! Auch wenn das vielen missfällt, die Mitleid geheuchelt haben und statt an dem Montag viel lieber an einem anderen Termin gekommen wären. Wer’s glaubt…

Und für alle, die noch keine Karte haben, sich diesen kulturellen Gaumenschmaus aber auf keinen Fall entgehen lassen wollen: An der Abendkasse besteht unter Umständen noch die Möglichkeit, eine der heißbegehrten Karten (zum regulären Preis von 2€ für Schüler bzw. 3€ für Erwachsene) zu erstehen. Nähere Infos findet man rechts an der Seite unterhalb des „Suchen“-Kästchens! Und wer auf den Link klickt, bitte nicht erschrecken, das sind nur wir auf dem Bild. Das schmucke Bühnenbild ist allerdings noch nicht zu sehen, dafür müsstet ihr dann schon kommen. (Das Bühnenbild ist übrigens so toll, das wir schon Angst haben, es könnte unserer schauspielerischen Darbietung den Rang ablaufen und während der einen Stunde Vorführung der größere Blickfang sein ;) )


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