Thousands of voices

Im Zuge des Blog Action Days will ich mich nicht lumpen lassen und auch mal ein bisschen was in Bezug auf unsere Umwelt ablassen:

Globale Erwärmung - PrognoseLeider muss ich feststellen, dass das Thema Umwelt zumindest in meiner Altersgruppe relativ wenige interessiert. Alles, was da zählt, ist Spaß, das Hier und Jetzt. Darüber, dass unser heutiger Lebensstil, unverändert fortgeführt, die Basis für folgende Generationen zerstört, wird nicht mal ansatzweise nachgedacht. Stattdessen wird sorglos in den Tag hineingelebt und der Klimawandel wenn überhaupt als „unnötig aufgeputscht“ oder „Panikmache“ bezeichnet oder gar ganz geleugnet. Dabei kann man doch bereits heutzutage Auswirkungen feststellen und nicht umsonst machen Universitäten und sonstige Organisationen immer wieder darauf aufmerksam (Beispiel: Eisschmelze in der Arktis).

In dem Sinne möchte ich kurz mal einen etwas älteren Beitrag von mir auf folgende Frage zitieren:

Die Frage ist doch ansich nicht ob der Mensch nun am Klimawandel schuld ist oder nicht, sondern ob wir etwas gegen die Auswirkungen tun können. Wenn wir den Klimawandel nicht dadurch verlangsamen können, das wir tolle neue umweltfreundliche Kraftwerke bauen, neue Autos kaufen, Strom sparen usw. dann ist es nunmal wirtschaftlich vollkommen für’n Arsch. Warum groß Panik machen und sinnlose Investitionen tätigen wenn es eh nichts bringt?

Wir könnten den Klimawandel zumindest in der Geschwindigkeit eindämmen… nur müssten wir dafür auf einige unserer tollen technologischen Errungenschaften und diesen Wohlstandslebenswandel verzichten. Aber egal was wir machen, die Chinesen und Inder (so weit ich weiß hauptsächlich die Chinesen…) machen mit ihren ganzen Kohlekraftwerken, die die da drüben Tag für Tag aus dem Boden stampfen, eh alles wieder zunichte, DIE können und wollen zu Gunsten ihrer Wirtschaft halt nicht auf obengenanntes verzichten, sind froh, dass sie endlich in Regionen westlichen Lebensstandards vordringen können.

Von daher ist im Prinzip in Zeiten von Globalisierung, wo alles nur auf Geld und Wachstum ankommt (und solange Emissionshandel möglich ist), jeder Versuch, etwas dagegen zu unternehmen, nur ein Tropfen auf den heißen Stein… aber wie heißt es so schön? Steter Tropfen höhlt den Stein. Und wenn keiner was macht, dann geht’s sehenden Auges in den Abgrund. ICH will mir nicht auf die Fahnen schreiben müssen, für den Untergang der Welt zuständig gewesen zu sein, wir werden vielleicht nicht sooo stark davon betroffen sein (abgesehen von den paar jetzt schon auftretenden Anormalitäten wie Überflutungen, Trockenzeiten oder gehäuftes Auftreten von Stürmen), unsere Kinder (wollt ihr welche?) werden sich auf jeden Fall bedanken.
Also, freut euch, bald hab ich hier genug Sand, in den ihr alle eure Köpfe stecken könnt.

Ich kann verstehen, dass es in Bezug auf die Thematik unterschiedliche Ansichten gibt, die alle in unterschiedlichen Zielen begründet sind. Es dürfte ja wohl klar sein, dass Unternehmen, Industrielle, aber auch der kleine Mann von nebenan lieber das Hier und Jetzt leben und auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Wieso sollte man umweltfreundliche Fabriken bauen, wenn man ohne Filteranlagen Unsummen an Geld sparen kann? Wieso sollte ich mir ein mickriges, aber dafür sparsames, Auto kaufen, wenn ich mir für den gleichen Preis einen Oberklassewagen kaufen kann, der meinen Porsche Cayennegesellschaftlichen Status unterstreicht? Nicht umsonst sieht man immer mehr SUVs auf deutschen Straßen, Autos, die ursprünglich mal als Geländewagen angelegt waren und sich jetzt als einzig wildes Terrain durch den Großstadtdschungel kämpfen dürfen und dabei Unmengen an Sprit verbrennen. Nun, um zurück zur Frage zu kommen, vielleicht darum, damit man auch in Zukunft noch was von seinem Geld hat. Was nützt es mir, jetzt Kohle in Mengen zu scheffeln, zu sparen und mit der Zeit ein riesiges Vermögen anzuhäufen, wenn in vielleicht 30 Jahren sowieso die gesamte Menschheit servus sagen muss, sei es dank Überflutungen, Stürmen, Dürren oder was das Klima sonst noch alles schönes auf Lager hat, um sich an der ignoranten Menschheit zu bedanken?

Von daher verstehe ich insbesondere die Leute nicht, die die wenigen, die sich wenigstens für die Natur einsetzen, auch noch als Lügner oder ähnliches beschimpfen und ihre Arbeit in keinster Weise wertschätzen. Denn niemand, der etwas für die Umwelt tut, tut dies aus purem Eigennutz und selbst wenn dies seine Intention war, so tut er damit doch auch etwas für die gesamte Menschheit, für den gesamten Planeten.

Was notwendig ist, ist ein Umdenken, nicht nur in der Politik, die eine aktive Umweltpolitik auch umsetzen sollte, oder bei Firmen, die sich an die Vorgaben der Politik halten sollten, sondern bei jedem. Wenn man seine Lebensart hinterfragt, wird man viele Wege finden, zumindest ein bisschen was für die Umwelt zu tun. Muss denn wirklich in jedem Zimmer das Licht brennen, die Stereoanlage laufen? Müssen Fernseher und sonstige Geräte wirklich im Stand-By-Betrieb laufen? Sollte man, wenn man in die Stadt will, nicht doch lieber den ÖPNV nutzen, statt mit seinem Auto in der Rushhour stecken zu bleiben und so neben Geld auch noch Zeit zu verlieren?

Ich unterbreche meinen Gedankengang hier einfach mal ganz abrupt, in der Hoffnung, dass nicht jeder, der bis hierhin mitgelesen hat, den Beitrag damit abhakt, sondern die Gedanken selbst weiterführt. Immerhin geht die Umwelt jeden von uns was an…

Wer sich genauer informieren will, wird heute garantiert genug Gelegenheiten dazu bekommen und auch ansonsten findet man in der Tageszeitung / dem Fernsehen / dem Internet/… (z.B. bei Wikipedia) ausreichend Informationen, um sich seine eigene Meinung zu dem Thema zu bilden.

Bloggers Unite - Blog Action Day

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