Archiv für August 2007

Dicke Amerikaner

Es dürfte ja wohl allbekannt sein, dass die Amerikaner nicht unbedingt zu den schlankesten Menschen gehören, zumindest, was den Bevölkerungsdurchschnitt angeht. Ob sie allerdings mit den Schotten mithalten können, weiß ich nicht, immerhin ernähren die sich nicht wie die Amerikaner nur von Fast Food sondern von frittiertem Fast Food. Beispiel gefällig? Wie wäre es zum Beispiel mit einem köstlichen frittierten Mars-Riegel?

Auf jeden Fall sind selbst den amerikanischen Politikern die Amerikaner zu dick. Wie sonst wäre es zu erklären, dass Mike Huckabee, republikanischer Anwärter auf die Kandidatur zur Präsidentschaftswahl, von einem Sicherheitsproblem durch die Fettleibigkeit der Amerikaner redet?

Wer kämpft jedoch in der Zukunft, wenn wir so krank sind, dass wir nicht einmal mehr zur Arbeit erscheinen können?

Die nächste Generation sei möglicherweise nicht mehr in der Lage, die Fitnesstests der Streitkräfte zu bestehen.

Er selbst hat übrigens in seiner Amtszeit 50kg abgenommen, an ihm sollten sich mal die anderen ein Beispiel nehmen. – Quelle

Doch was könnte man dagegen unternehmen? Joggen wäre zum Beispiel ein adäquates Mittel, gegen Übergewicht vorzugehen. Das bringt mich direkt zum nächsten Thema: Ich habe mir gestern endlich ein paar neue Laufschuhe geholt.

Kein Vergleich zu den Vorgängern. Ich hatte die Teile im Laden angezogen und war sofort vollkommen angetan von ihnen, noch nie wollte ich ein Paar Schuhe so sehr haben wie diese. Und die Sache mit der Dämpfung hat es mir richtig angetan. Ich habe sie direkt vermisst, als ich wieder in meine normalen Schuhe gestiegen und zur Kasse gelaufen bin. Ein Hoch auf die moderne Sporttechnologie und ein kleiner Wink an die Amerikaner, den Sport nicht nur ihren Spitzensportlern zu überlassen. Bewegung hat schließlich noch keinem geschadet. Außerdem: Wer sollte die Welt vor Ungemach beschützen, wenn die Amerikaner nicht mehr in der Lage sind, eine Armee auf die Beine zu stellen, die noch von selbst auf ihren eigenen Beinen stehen kann, sondern stattdessen unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbricht?

T2

Wie schön könnte die Welt ohne Krieg sein. Gut, ohne hätte es vermutlich die T-2 links nie gegeben , allerdings hätte ich dann heute morgen ausschlafen können, anstatt schon um 0730 beim KWEA auf der Matte stehen zu müssen. Aber ich will mich nicht beklagen. Abgesehen davon, dass ich jetzt noch diverse Ärzte aufsuchen darf, vorläufig aber schon mal „T2 mit leichten Einschränkungen“ gemustert wurde, war’s doch an sich recht lustig. Wenn jetzt noch wer die Wartezeiten abgeschafft hätte… Wieso muss denen auch ausgerechnet heute ihr System abschmieren, der Systemadministrator im Urlaub sein und sonst keiner wirklich Ahnung von der Materie haben? Geschafft haben sie’s dann aber trotzdem irgendwie, meine kompletten Daten befinden sich jetzt in der Hand von unser aller Freund Schäuble ;)

Auf zum lustigen Teil des Vormittags: Ich habe noch nie so viele kaputte Menschen auf einem Haufen gesehen. Von hinkenden bis hin zu geistig scheinbar nicht ganz so fitten Vertretern der menschlichen Rasse war da alles vertreten. Ob allerdings alle diese Wehwehchen echt waren oder wieviel davon nur simuliert war, konnte zumindest ich nicht herausfinden, die Ärzte dahingegen wohl eher schon. :D
Apropos Ärzte: Einer der Anwesenden hat seinem Kumpel ordentlich Angst gemacht, als er von der ärztlichen Untersuchung zurückkam. „Der wollte von mir, dass ich mich für ihn bücke“ und „die Schwuchtel hat an meinen Eiern rumgefummelt“ (mehr oder weniger frei zitiert, den Kern trifft es allerdings auf jeden Fall und die Sprachweise sowieso). Pech für ihn, dass er den vermutlich einzigen männlichen Arzt heute erwischt hat. Sein Kumpel hatte auf jeden Fall riesige Panik in den Augen, als er kurz danach zum „Onkel Doc“ gerufen wurde.
Busfahrkarte: 2€, Badelatschen: 5€, dieser Blick: unbezahlbar!

Ansonsten hatte ich heute wieder mal Fahrstunde. Zu meiner großen Freude bekam ich dazu diesen Kommentar: „Du fährst richtig gut. Und ich finde es toll, dass du meine ganzen Tipps beachtest.“ Weniger gut war allerdings, dass der Motor wieder zweimal unter meinen Händen weggestorben ist. Wieso kann denn nicht einfach schnell anfahren mit schnell Kupplung kommen lassen gleichgesetzt werden? Also, im Großen und Ganzen kann es das ja… nur sollte man die Kupplung nicht zuuu weit kommen lassen… sonst steht man mitten auf einem Radweg an einer starkbefahrenen Straße und darf wieder eine Ewigkeit auf die nächste Lücke zum Abbiegen warten. Und für alle, die ihr Auto lieben: Passt auf, wenn ihr an einem Bus vorbei wollt. Mein Fahrlehrer ist auf jeden Fall voll in die Eisen gestiegen, als ich wunderschön einen Bus, der soeben erst in seine Haltebucht gefahren ist, überholen wollte. Woher sollte ich denn auch wissen, dass direkt hinter der Haltestelle so eine behinderte Fußgängerinsel ist? Gesehen habe ich sie zumindest nicht… wäre allerdings wohl voll draufgelandet. Ja ja… wer sein Auto liebt, der triet… auf die Bremse. ;)

Zum Abschluss dann noch folgende Ankündigung: Auf Grund extremen schulischen Stresses (namentlich: Klausuren in den Leistungskursen) und wenig Freizeit dank sportlicher Hyperaktivität (etwas übertrieben, aber passt schon) wird es in nächster Zeit wohl nicht mehr allzuviel von mir zu hören geben. Aber man weiß ja nie…

Regen

Lieber Petrus,

ein altes Sprichwort sagt, sich regen bringt Segen. Dem stimme ich voll und ganz zu. Wenn allerdings der Regen mich daran hindern will, mich zu regen, dann missfällt mir das. Wie kommt der Namensvetter von Bewegung bitte zu der Annahme, sich ausgerechnet heute in Höchstform präsentieren zu müssen? Es haben schon die gut 200 Meter von der Bushaltestelle bis zu mir nach Hause gereicht, mich vollkommen zu durchnässen. Eben noch gehört:“Ich leg mich dann gleich noch mal für ein Stündchen in den Garten, sonnen.“ Galgenhumor ist eine Art, damit umzugehen.

Im Allgemeinen habe ich ja nichts gegen Regen. Regen ist gut für die Pflanzen, die Bauern freuen sich und der Dreck wird von den Straßen gespült. Also eigentlich doch ganz positiv. In Hinblick auf meine Einleitung allerdings eher weniger, wo ich mir doch vorgenommen hatte, mit dem Fahrrad zum Sportunterricht zu fahren. Nun gut, der fällt zwar heute eh aus, aber ich hätte trotzdem nichts dagegen, nachher trockenen Fußes die Distanz zwischen hier und der Sporthalle trockenen Hauptes zu überbrücken. Nass Badminton spielen ist einfach nicht so der Hit. Dann ist nicht nur die stickige Luft in der Halle bäh, sondern auch noch diese klebrige Masse von Stoff, die sich an den Körper saugt. Bewegungsfreiheit, was ist das?

In dem Sinne, lieber Petrus, mach bitte, dass die Sonne nachher scheint, denn die ist nicht nur für die Pflänzchen von essentieller Bedeutung (wie jeder weiß, der in Biologie aufgepasst hat) sondern auch für mich (zumindest heute und morgen, bei Regen Fahrrad fahren macht halt doch nicht soooooo viel Spaß). Sobald ich nicht mehr raus muss, kannst du es ja wieder gut meinen mit den kleinen Blümchen und was da sonst so an Gemüse wächst und deinen Pflichten als Weltengärtner nachkommen.

Danke und liebe Grüße
dein piepapo

PS:
Bei Regen zu joggen ist hingegen ein wunderbares Erlebnis, was jeder mindestens einmal gemacht haben sollte!

Rush Hour 3

Ich bin irgendwie von mir selbst überrascht. War ich doch diese Woche schon wieder im Kino, und zwar in Rush Hour 3. (Wer hätte das nach der Überschrift gedacht?) Dafür, dass der Film erst seit dem 16. läuft, war der Saal wunderschön leer, was ich nicht wirklich verstehe, immerhin war der Film recht unterhaltsam. Gut, ich vermute, dass er auf Englisch noch einiges mehr an Witz hat, aber auch die deutsche Version ist nicht von schlechten Eltern.

Ich weiß zwar nicht, ob wirklich alles so geplant war, wie ich es aufgefasst habe, aber ich entdeckte doch teilweise ziemlich gute Witze, die sich allerdings genauso versteckt hielten wie einige Spitzen gegenüber den Franzosen. Zugeben muss ich allerdings, dass „Schorsch“ der beste Taxifahrer ist, den ich seit langem gesehen habe. Neben seiner lustigen Fahrweise und späteren Begeisterung für das „Amerikaner-sein“ waren natürlich die Kampfeinlagen, die, wie auch schon in den beiden Vorgängern, herrlich durchchoreografiert waren, Hauptbestandteile der Action. Zwar kein bisschen realitätsnah, dafür schön übertrieben und wunderbar anzusehen, dabei aber immer so verteilt, dass nie das Gefühl aufkam, man befinde sich in einem drittklassigen Spielfilm, der die fernöstlichen Kampfkünste über den grünen Klee loben will. Dafür sorgte auch der laut Zeitung „gelungene Spagat zwischen Comedy und Kampfszenen“. Immerhin hat bereits die erste Szene mit Chris Tucker als tanzendem Verkehrspolizisten für Lacher im Saal gesorgt. Für die größte Erheiterung sorgten aber die wie bei den meisten Filmen mit Chan im Abspann erscheinenden Patzer beim Dreh. Zitat: „Ich musste fast weinen vor Lachen.“ Wenn das mal keine positive Aussage ist!

Als Kritik bleibt eigentlich nur die recht fade Story, die nach dem Kampf zwischen Lee und Kenji ein abruptes Ende fand. Das Thema Triaden an sich ist nichts neues, auch wenn es diesmal anders interpretiert wurde, als man eventuell zu Beginn gedacht hätte, allerdings will ich hier nicht verraten, wie ich darauf komme. Wer’s wissen will, soll schön selbst in den Film gehen und es sich anschauen (oder bei Wikipedia vorbeischauen bzw. alternativ einen Blick in die Zeitung werfen, zumindest in unserer steht vermutlich zum Leidwesen vieler bereits die komplette Story, man hätte sich nach der Lektüre des Artikels an sich sparen können, ins Kino zu gehen.)

Wer sich den Film nicht ansieht, verpasst vielleicht nicht unbedingt etwas, der beste Film dieses Sommers ist Rush Hours auf jeden Fall nicht. Was einem allerdings entgeht sind 100 Minuten chinesisch-amerikanische Kooperation in Sachen Kung-Fu, gereicht mit einer mittelgroßen Portion Humor und gewürzt mit einer Prise Freundschaftsdrama. Sehenswert ja, aber nicht für jeden und wer die beiden vorangegangenen Filme der beiden nicht mochte und auch sonst relativ wenig für „Prügel-Filme“ übrig hat, sollte sich überlegen, ob man das Geld für den Kinobesuch nicht besser irgendwie anders anlegen sollte.

Zum Abschluss noch eine kleine Filmkritik von anderer Seite, allerdings mit mehr oder weniger der selben Meinung, dafür aber in Bild und Ton, um eventuell Wankelmütige in ihrer Entscheidung zu beeinflussen. ;)

Busse

Ich hasse sie. Habe ich das schon erwähnt? Bestimmt, und wenn nicht: jetzt wisst ihr’s.

Es ist schon unschön, sich nach der Schule in einen vollkommen überfüllten Bus quetschen zu müssen. Sobald die Temperaturen dann allerdings oberhalb der Schweißgrenze liegen, bekommt das ganze noch einen widerlichen Beigeschmack. Es ist ja nicht so, dass die Luft in Bussen nicht generell schon weit unter einem akzeptablen und ertragbaren Niveau liegen würde. Diese kleinen Fensterchen, die die Belüftung gewährleisten sollen, sind vermutlich nur aus Alibizwecken eingesetzt worden und helfen höchstens demjenigen, der sich direkt darunter platziert hat. Aber dieser Geruch von frischem Schweiß, die tropfenden Gesichter und dann immer dieser eine nasse Arm von irgendwem, der sich genau wie man selbst verzweifelt irgendwo festhält, um nicht von der Masse zu Tode getreten zu werden, der diesen absolut unangenehmen Feuchtigkeitsfilm auf dem eigenen Arm hinterlässt, weil bei jedem Anfahren oder Bremsen der fremde Arm den eigenen streift…

Doch damit nicht genug. Hinzu kommt die vielgepriesene Pünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel.
Folgendes Szenario: Der Unterricht ist zu Ende, der Bus kommt in 5 Minuten.
Jetzt gibt es drei Möglichkeiten:
1. Rennen, um den Bus noch zu bekommen
2. sich denken: ach, den bekomm ich eh nicht mehr, lass ich mir also Zeit oder
3. Bus… das reicht noch mit der Zeit, in 5 Minuten bin ich doch locker noch an der Haltestelle.
Egal für welche Möglichkeit man sich entscheidet, es geht immer schief. Der erste Fall endet meistens so, dass man zwar so an der Bushaltestelle ankommt, dass man die fahrplanmäßige Abfahrt 100% schaffen würde, allerdings leistet sich in diesem Fall der Bus dann gerne mal eine zeitliche Abweichung von besagtem Fahrplan, sprich: Er verspätet sich, man hätte sich also die Sache mit dem Beeilen sparen können. Die Fälle 2 und 3 enden dann meistens damit, dass der Bus minimalst zu früh kommt oder man selbst um den Bruchteil einer Minute zu spät, das Ergebnis ist das Gleiche: Bus verpasst…
Danke, liebe Stadtwerke, für diesen Spaß, der mich täglich in den Wahnsinn treibt.

Wie dem ganzen Abhilfe schaffen? Ganz einfach. Ich habe gestern den städtischen öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV sein lassen und mich auf meinen Drahtesel geschwungen um zum Sportunterricht zu fahren. Endlich ein Verkehrsmittel, das dann da ist, wenn man es braucht , nicht im Stau stecken bleibt (was die Busse trotz Busspur gerne schaffen) und auf das man niemals, ich wiederhole niemals (!) über eine halbe Stunde warten muss! Für mich eine echte Alternative, die ich, zumindest solange das Wetter es zulässt, auch ausgiebig nutzen werde. So früh wie gestern war ich auf jeden Fall noch nie nach dem Sportunterricht wieder zu Hause. Um genau zu sein kam ich in etwa zu dem Zeitpunkt daheim an, zu dem ich sonst erst in den Bus eingetreten wäre, mir somit noch lustige 20 Minuten Busfahrt in eben einem der stinkenden und überfüllten Busse bevorgestanden hätte.

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